Kalamata auf dem Peleponnes

Please follow and like us:
1

Kalamata – die Hauptstadt von Messenien

Sie liegt auf dem Gebiet der antiken Stadt Pharai in Messenien, die bereits von Homer erwähnt wurde. In der Byzantiner Zeit erhielt die Stadt dann den jetzigen Namen. Im Jahr 1715 eroberten die Türken die Stadt und sie war mehr als 100 Jahre türkisch. Erst 1921 wurde sie befreit. An die Historie erinnern noch einige interessante alte Bauten.

Die TOP 5 des alten Kalamatas sind:

  1. Die alte Kreuzfahrerburg aus dem 13,Jahrhundert
  2. Die byzantinische Kirche zu Ehren der Panagia Kalomata
  3. Das Nonnenkloster Kalogreon
  4. Die Apostelkirche aus dem 11.Jahrhundert
  5. Das archäologische Museum der Stadt

Die alte Burg oberhalb des Hafens wurde von den fränkischen Kreuzfahrern unter Wilhelm II. von Villehardouin, eines Fürsten, Dichters und Troubadours erbaut. Von ihr sind nur noch ein paar Mauern erhalten. Der Aufstieg lohnt sich aber immer noch, schon allein deshalb, weil man von der Burg aus einen tollen Ausblick auf die Stadt und den Hafen hat. Im Sommer finden im Burghof regelmäßig Festspiele mit Konzerten und Theateraufführungen statt. An der nördlichen Burgflanke steht die kleine byzantinische Kirche, die der Panagia Kalomata geweiht wurde. Auf halbem Weg zur Burg befindet sich die Ypapanti-kirche im byzantinischen Stil. Sie ist allerdings ganz neu, weil die Vorgängerkirche einem Erdbeben zum Opfer gefallen war. Die Gestaltung des Innenraumes ist sehr beeindruckend.

Akropolis
Akropolis (Burg) nicht nur in Athen zu finden!

Unterhalb der Burg im Kloster Kalogreon leben heute noch einige Nonnen, die die berühmten Seidenstoffe der Region weben. Die mitten in der Altstadt liegende kleine Apostelkirche ist die älteste Kirche der Stadt. Mit ihrem Bau wurde im 11. Jahrhundert begonnen und 200 Jahre lang immer wieder Umbauten vorgenommen. Alles hier atmet Geschichte von der Kreuzfahrerzeit bis zum griechischen Unabhängigkeitskampf. Gleich hinter der Apostelkirche liegt das archäologische Museum. Es zeigt sehr interessante Ausstellungsstücke von der Bronzezeit bis zur Römerzeit. Die allermeisten stammen aus Ausgrabungen auf dem Pelopennes. Von Statuen und ihren Bruchstücken über Keramiken, Vasen, Kupfergeschirr und Schmuckstücken ist hier alles zu finden. In der Altstadt gibt es außerdem auch ein paar einigermaßen erhaltene alte Häuser zu sehen. Der größte Teil des alten Kalamata wurde bei einem verheerenden Erdbeben im September 1986 schwer beschädigt, die Hälfte der Stadt ganz zerstört.

Neu-Kalamata- ein Wirtschaftszentrum des Peleponnes

Die Stadt hat nach diversen Eingemeindungen heute knapp 70.000 Einwohner und ist eine typische südländische Stadt, quirlig, lebendig und laut. Sie hat einen kleinen aber trotzdem internationalen Flughafen und einen Handels-und Jachthafen, von dem aus unter anderem auch Fähren nach Kreta verkehren. Die Gemeinde ist besonders für den Export von Oliven bekannt und das sehr bekannte und qualitativ hochwertige Kalamon Olivenöl stammt von hier.

Der Tourismus in der Region

Auch touristisch ist die Stadt sehr interessant. Sie liegt in einer weiten Bucht mit einem langen und teilweise sehr schönem Sandstrand. An der Strandpromenade befinden sich die meisten Hotels, die nach dem Erdbeben neu erbaut worden sind.

 Bier und Wein
Essen und Trinken beim abendtisch – Bier und Wein

Auch viele Restaurants und Strandbars findet man hier und am Hafen. Sie alle laden dazu ein, die leckere griechische Küche auszuprobieren, ein Eis zu essen, sich ein Glas Wein und Bier zu genehmigen. Auch ein ausgedehnter Bummel durch die Straßen und Gassen der Stadt lohnt sich. Hier findet man in kleinen Läden und Boutiquen einfach alles, von Bekleidung über Gewürze und Obst bis hin zu Souvenirs und natürlich auch das berühmte Olivenöl der Region. Am bekanntesten ist die Sorte Kalomon, die der Stadt den Namen verdankt. Zweimal wöchentlich wird in der Altstadt ein großer Bauernmarkt mit Produkten der Region abgehalten, der auch ein Highlight für die Urlauber ist.

griechische Flagge
So kennen wir Griechenland – Soone und die griechische Flagge!

Für interessierte Touristen empfiehlt sich auch der Besuch einer der vielen Olivenmühlen, die sich mit der Herstellung kalt gepresster Oliven- und Kernöle einen Namen gemacht haben. Hier wird nicht nur genau erzählt, wie die Oliven geerntet und verarbeitet werden, man kann auch Olivenöl verkosten und kaufen. Auch in der Umgebung der Gemeinde, zum Beispiel im Inland in Messini oder Mistras gibt es viele Unternehmer, die für den Export von Oliven bekannt sind und international einen ausgezeichneten Ruf haben.Die Region am Mittelmeer ist für den Strandurlaub perfekt geeignet, weil die Sommer hier schön warm und sonnig sind. Aber man kann hier nicht nur baden, faulenzen und in der Taverne Wein und Bier trinken, sondern auch jede Menge Freizeitsport betreiben. Dazu gehören Kajak-und Kanu-Touren, Paragliding, Tauchen, Schnorcheln und Angeln genauso wie Wandern, Reiten und Klettern. Nicht allzuweit vob der Stadt entfernt liegt der Gebirgszug Taygetos, der Messenien von Lakonien trennt. Hier liegt auch die berühmte byzantinische Ruinenstadt Mystras, die man auf einem Tagesausflug besichtigen kann. Aber nicht nur im Sommer, zu allen Jahreszeiten kann man auf den Peloponnes Urlaub machen. Der Herbst ist lang und mild und auch im Winter gibt es hier viele schöne Tage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.